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Goetheanistische Naturwissenschaft

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“

lehrte Aristoteles – und Goethe besaß wie wenige Naturforscher die Genialität, die Zusammenhänge zu erkennen, die die Teile zu einem Ganzen verbinden.

So entdeckte Goethe durch seine jahrzehntelangen Studien der Metamorphosen der Pflanzen das Ideelle, das alle Pflanzen als nicht sichtbare „Urpflanze“ verbindet:

„Ich ging alle Gestalten, wie sie mir vorkamen, in ihren Veränderungen nach, und so leuchtete mir am letzten Ziel meiner Reise, in Sizilien, die ursprüngliche Identität aller Pflanzenteile vollkommen ein, und ich sucht diese nunmehr überall zu verfolgen und wieder gewahr zu werden.“

In ähnlicher Weise erkannte er auch in den Gestaltmetamorphosen der Tiere ein nicht sichtbares „Urtier“ als ein höheres Ganzes.

Seine Beschäftigung mit der Farbenlehre und der Meteorologie führte ihn dazu, die „Urphänomene“ oder „Grundgesetze“ im Bereich des Unorganischen als konstituierend zu erkennen:

„Das Höchste wäre, zu begreifen, dass alles Faktische schon Theorie ist. Die Bläue des Himmels offenbart uns das Grundgesetz der Chromatik. Man suche nur nichts hinter den Phänomenen; sie selbst sind die Lehre.“ Sprüche in Prosa 165, Maximen und Reflexionen 488.

Goethe konnte an den Farben auch deren Wirkungen auf die menschliche Seele beforschen und damit einen Zusammenhang zwischen der objektiven Welt und ihrem Betrachter aufbauen.

An diese Erkenntnismethodik schließt sich die Naturforschung des Carl Gustav Carus-Instituts an, um alle konkreten Naturerscheinungen im Kontext größerer Zusammenhänge verstehen zu lernen. Aus den Zusammenhängen können Ideen und Konzepte für Arzneimittel-Entwicklungen entstehen.


Carl Gustav Carus-Institut der Gesellschaft zur Förderung der Krebstherapie e. V. | Am Eichhof 30 - 75223 Niefern-Öschelbronn | Tel.: 07233 68-410 | www.carus-institut.de