Interaktionen von Mistellektinen mit Liposomen

In unserem Forschungsprojekt zur liposomalen Misteltherapie untersuchte unsere Bachelor-Studentin gemeinsam mit unserer Doktorandin unterschiedlich modifizierten Liposomen und deren Interaktion mit dem antitumoralen Mistellektin-1 (ML-1). Sie berichtet:

„Mein Ziel war, die Effizienz der Einbindung und Aufreinigung von ML-1 sowie dessen Auswirkungen auf die physikochemischen Eigenschaften der Liposomen zu analysieren und zu optimieren. Nach der Herstellung der liposomalen Systeme durch Extrusion habe ich die Proben charakterisiert. Dabei standen insbesondere die Partikelgröße und die Homogenität im Fokus, um mögliche Aggregationsprozesse während der Inkubation mit ML-1 zu erfassen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Aufreinigung von oberflächlich adsorbiertem ML-1 mittels Dialyse und Affinitätschromatographie. Hierbei waren die spezifischen Wechselwirkungen zwischen den modifizierten Phospholipiden und dem Lektin von zentraler Bedeutung. Die Effizienz der Aufreinigung wurde durch vergleichende Analysen von Größe, Homogenität sowie Protein- und Lipidgehalt bewertet. Dabei konnte ich umfassende Kenntnisse in der Durchführung protein- und lipidspezifischer Nachweismethoden erwerben. Im Anschluss führte ich zytotoxische Tests an murinen Kolonkarzinom-Zellen durch, wodurch ich den Umgang mit Zellkulturen und die Durchführung biologischer Assays erlernte. Neben der praktischen Laborarbeit habe ich mir fundierte Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten angeeignet, insbesondere in Literaturrecherche, Datenaufbereitung und dem Verfassen wissenschaftlicher Texte. Die Arbeit ermöglichte mir einen tiefen Einblick in die interdisziplinäre Forschung und die Abläufe im experimentellen Laboralltag.“